Vietnam könnte den Bau von Atomkraftwerken unter Beteiligung Russlands und Japans wegen finanzieller Probleme verschieben, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am 7. November unter Berufung auf Regierungsquellen. Laut Kyodo wurde die Regierung im Oktober aufgefordert, Pläne zum Bau von Kernkraftwerken zu überdenken, da es unter den gegenwärtigen Bedingungen „extrem schwierig“ sei, ausreichende Mittel für diese Projekte bereitzustellen. Gemäß der Strategie zur Entwicklung der Elektrizitätswirtschaft bis 2030 plant Hanoi mit Hilfe seiner ausländischen Partner den Bau und die Inbetriebnahme von 13 Kernkraftwerken mit einer Gesamtkapazität von 15 Gigawatt. Die Kernkraftwerke werden voraussichtlich 10 Prozent der gesamten dort produzierten Elektrizität liefern.
Der Bau des ersten Atomkraftwerks des Landes ist in der zentralen Provinz Ninh Thuan geplant, Partner ist die russische Rosatom State Nuclear Energy Corporation. Das Projekt, bei dem fortschrittliche russische Technologien zum Einsatz kommen, wird über einen gezielten Vorzugskredit Moskaus finanziert. Bisher ging man davon aus, dass der Bau im Jahr 2014 beginnen und die Anlage bis 2020 in Betrieb gehen würde. Diese Fristen wurden jedoch verschoben, da die vietnamesische Regierung beschlossen hat, die potenziellen Umweltrisiken von Kernkraftwerken mit Hilfe von Atomkraftwerken weiter zu untersuchen Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Der Plan sah vor, dass Japan mit dem Bau des zweiten Atomkraftwerks in der Provinz Ninh Thuan beginnen sollte.
Auszug aus https://rbth.com/
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