Die Entwicklung einer grünen Modellstadt in Kigali soll im Januar 2020 beginnen. Eudes Kayumba, stellvertretender Teamleiter des Green City-Pilotprojekts, bestätigte die Berichte und sagte, dass relevante Studien und Entwürfe fertiggestellt werden, um den Weg für den Baubeginn zu ebnen.
Herr Kayumba merkte an, dass das Projekt darauf abzielt, die Lebensfähigkeit grüner Städte in Ruanda und Elemente aufzuzeigen, die bei der Entwicklung von Sekundärstädten im ganzen Land mit grünen Technologien und Innovationen für eine grüne und klimaresistente Urbanisierung reproduziert werden könnten.
Die grüne Stadt wird sich auf einer Fläche von 620 Hektar im Kinyinya-Sektor im Gasabo-Distrikt befinden und über ein System verfügen, das Umweltzerstörung und Luftverschmutzung verhindert. Die Kosten werden auf satte 5 Milliarden US-Dollar geschätzt und die Finanzierung erfolgt durch verschiedene Interessengruppen, die sich verpflichtet haben, Ressourcen zu bündeln, um die Fertigstellung des Projekts sicherzustellen.
Die Stadt wird unter anderem über saubere Technologien, Elektrofahrzeuge, elektrische Fahrrad- und Motorradwege, erneuerbare Energien, nachhaltige Abfallbehandlung, Biogasanlagen und Stadtwälder verfügen. Beim Bau werden hauptsächlich lokale Baumaterialien verwendet, wodurch Häuser erschwinglicher und ökologisch nachhaltiger werden.
„Das Anwesen wird auch Minifabriken mit sauberen Technologien, bezahlbarem Wohnraum und integrierten Handwerksproduktionszentren haben. Wir führen eine Studie durch, um abzuschätzen, welche Arbeitsplätze entstehen werden, basierend darauf, wie die Bewohner der Region Einkommen generieren“, sagte Herr Kayumba.
Derzeit führt der Rwanda Green Fund (Fonerwa) mit finanzieller Unterstützung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit – über die KfW Entwicklungsbank – eine Machbarkeitsstudie für den Green Pilot durch und beauftragte Sweco, ein europäisches Ingenieur- und Architekturbüro, mit der Unterstützung bei der Umsetzung von dem Projekt.
Auszug aus constructionreviewonline.com