Seit über 50 Jahren ist die Mahltechnik der Kernbereich des Wirtgen-Unternehmens und damit ein erfahrener Marktführer in dieser Branche. Das Mahlen war eine der ersten Methoden, um Straßen instand zu halten und in gutem Zustand zu halten. Fräsen ist seit den 1950er Jahren ein Prozess im Straßenbau und diese Maschinen verwendeten Kreiselfräsen, die entweder selbstfahrend waren oder von Traktoren gezogen wurden. Aufgrund der stetigen Zunahme des Verkehrs stellte dies jedoch ein größeres Verschleißproblem dar und die Maschine musste neu entwickelt werden, um zu verhindern, dass sich die Straße so leicht abnutzt.
1970 war die Geburtsstunde des Warmmahlens. Dabei wurden an der Maschine große Gasbrenner angebracht, die den Asphalt vor dem Einbau erhitzten. Straßenoberflächen konnten nicht wirtschaftlich repariert werden, ohne das darunter liegende Material zu beschädigen, und aufgrund der hohen Kosten und der großen Rauchentwicklung dieser Maschinen war die Methode des Heißfräsens teuer und auch nicht wirtschaftlich. 1975 wurde in Europa die erste Kaltfräse überhaupt entwickelt. Es wurden Hartmetallwerkzeuge verwendet, die eine Erwärmung des Asphalts ausschlossen. Und 1979 wurden rotierende Meißel eingeführt, mit denen die Maschine nun auch die härtesten Schichten auf einer Straße entfernen konnte. Zwischen 1985 und 1987 steigerte der Einsatz von Raupenketten die Traktion auf Oberflächen und es wurde auch eine mechanische Fräswalze entwickelt, die zu höherer Produktivität und mehr Leistung beitrug. Um exakte Frästiefen zu gewährleisten, wurden 1993 hochpräzise Nivelliersysteme an Fräsmaschinen installiert. Dies wird durch den Einsatz von höhenverstellbaren Raupenfahrwerken definiert, so dass die einzelnen Schichten auf der Fahrbahnoberfläche präzise abgetragen werden können.
Im Jahr 2005 wurden die Maschinen mit Absaugsystemen ausgestattet, um die Anzahl der in der Luft befindlichen Partikel zu reduzieren und sie somit umweltfreundlicher zu machen. Fräsmaschinen der neuesten Generation setzen im Jahr 2010 Maßstäbe, da sie wirtschaftlich sind und eine hohe Produktivität gewährleisten.