Was ist eine Spundwand?
Spundwände können aus verschiedenen Materialien wie Beton, Stahl, Kunststoff und Holz gefertigt sein. Sie dienen häufig als temporäre Stützwand, die in den Boden gerammt wird, um weiche Böden zu stabilisieren und ein Abrutschen des Erdreichs von höher gelegenen Flächen zu verhindern.
Sie werden häufig in Umweltanwendungen eingesetzt, wie zum Beispiel:
- Tunnels
- Schleusen und Dämme
- Strukturen am Wasser
- Stapelfundamente
- Ausgrabungen und Gräben
- Hangstabilisierung
- Hochwasserschutz.
Spundwände können mit einer von drei Rammmethoden errichtet werden.
1) Pitch and Drive – lockere Böden und kurze Pfähle.
Pitch and Drive ist die einfachste Methode zum Eintreiben von Spundbohlen. Dabei wird jede Spundbohle bis zur vollen Tiefe eingetrieben, bevor die nächste aufgerichtet wird. Allerdings ist es nur für lockere Böden und kurze Pfähle geeignet.
2) Panel-Rammung – dichter Sand und harter bindiger Boden.
Der Zweck des Plattenrammens besteht darin, sicherzustellen, dass die Spundbohlen mit guter Ausrichtung und Vertikalität gerammt werden. Auch das Risiko von Fahrschwierigkeiten und Problemen beim Auskuppeln kann minimiert werden. Da eine ganze Pfahltafel aufgestellt wird, ist es nicht erforderlich, alle Pfähle vollständig einzurammen, um den Rammvorgang aufrechtzuerhalten. Bei Hindernissen können einzelne Pfähle hoch belassen werden, ohne dass eine Beeinträchtigung der Gesamteffizienz zu befürchten ist. Das Plattenfahren eignet sich für dichten Sand und harte Böden.
3) Gestaffeltes Fahren – dichter Sand, Kies oder Fels.
Bei schwierigen Bodenverhältnissen ist der Platteneinbau in Kombination mit versetztem Vortrieb besser geeignet. Die Pfähle werden zwischen Führungsrahmen eingebaut und dann in kurzen Schritten wie folgt gerammt: Pfähle 1, 3 und 5 zuerst; dann die Pfähle 2 und 4. Wenn der Boden aus sehr dichtem Sand, Kies oder Stein besteht, können die Pfähle 1, 3 und 5 an der Spitze verstärkt werden. In diesem Fall werden immer zuerst diese Pfähle gerammt und im zweiten Schritt die Pfähle 2 und 4.