Überschnittene Pfahlwände

26. MÄRZ 2021

Warum und wann sie die beste Option für Ihren Job sind.

Angst vor Wasser? Geringe Durchfahrtshöhe oder schwierige Bodenverhältnisse?

Eine überschnittene Pfahlwand ist eine Stützmauer, die zur Bodensicherung vor dem Aushub errichtet wird.

Es wird hauptsächlich bei Bodenverhältnissen eingesetzt, die für andere Systeme nicht geeignet sind, oder bei hohem Wasserspiegel. Es ist eine häufig verwendete kostengünstige Lösung, wenn eine kurzfristige Wasserspeicherung erforderlich ist.  

Überschnittene Pfahlwände können verwendet werden, um eine dauerhafte oder vorübergehende durchgehende wasserdichte Wand zu bilden, und sind eine beliebte Wahl für den Bau von Kellern und Tiefgaragen, bei denen Einschränkungen der Bauhöhe ein Problem darstellen. Die zusätzlichen Vorteile einer nahezu geräuschlosen und vibrationsfreien Installation sowie der im Vergleich zu erhöhten Wandsteifigkeit Spundwände machen dies auch in bebauten Gebieten zur bevorzugten Lösung. Alternativ werden auch häufig überschnittene Mauern eingesetzt Schlitzwände wo mit Behinderungen zu rechnen ist.

So funktioniert’s

Überschnittene Pfahlwände werden durch den Bau verstärkter Betonpfähle (normalerweise mit Stahlbewehrungsstäben oder Stahlträgern) gebildet, die ineinandergreifen, um eine durchgehende, undurchlässige Struktur zu bilden. Typischerweise werden primäre (weibliche) Pfähle vor Ort gegossen, wobei zwischen ihnen ein Zwischenraum verbleibt. Anschließend werden sekundäre (männliche) Pfähle in die Primärpfähle geschnitten, wodurch eine Sekante entsteht und eine durchgehende Wand mit einer typischen Verzahnung von etwa 150 mm entsteht.

Dadurch entsteht eine geschlossene Struktur, die in wasserführenden Böden als Barriere fungiert und das Eindringen von Erde zwischen die Pfähle verhindert. Im Vergleich zu Schlitzwänden können sie flexibel in der Form sein und bieten im Vergleich zu Schlitzwänden einen relativ kompakten Betrieb Benötigte Ausrüstung zur Unterstützung von Bentonit-Halte- und Zirkulationsgeräten.

Überschnittene Pfahlwände können sein:

„Hart/Weich“, bei dem eine Bentonit-/Zementaufschlämmung in die Primärpfähle eingearbeitet wird.

„Hart/Fest“, bei dem Beton mit hoher Bewehrung/niedriger Festigkeit in den Primärpfählen enthalten ist.

„Hart/Hart“, bei dem ein vollfester Strukturbeton in die Primärpfähle integriert wird.

Capability

Die Entwicklung eines kraftvollen, hohen Drehmoments Bohrausrüstung hat dazu geführt, dass die Bandbreite der Bodenbeschaffenheiten und Hindernisse, die durchdrungen werden können, sowie die Wandstärken, die gebaut werden können, gestiegen sind. Überschnittene Wände sind eine einfache Option in den anspruchsvollsten städtischen Umgebungen.

Abhängig von den Bodenverhältnissen können die Pfahlwände mit einem Durchmesser von 600 mm bis 1180 mm und je nach Technik bis zu einer Tiefe von 24 m für den Primärpfahl und 60 m für den Sekundärpfahl (männlich) errichtet werden.

Sekante Ramm kann auch unterirdische Hindernisse wie Stahl, stark armierten Beton, Granit und Mauerwerk überwinden und vermeidet gleichzeitig jegliche Gefahr baubedingter Setzungen benachbarter Bauwerke.

Verkleidete Sekantenpfähle

Das Cased Secant Piling (CSP)-System wurde entwickelt, um die kostengünstige CFA-Technik mit Hochleistungsverrohrungen zu kombinieren, die traditionellerweise mit Drehbohrpfahlmethoden in Verbindung gebracht werden. Mit der CSP-Methode können abhängig von den tatsächlichen Bodenverhältnissen und dem Grundwasserspiegel tiefe überschnittene oder zusammenhängende Pfahlwände errichtet werden.

So funktioniert’s

CSP-Pfähle werden durch Bohren von Hohlschaftschnecken, die in einem Futterrohrstrang eingeschlossen sind, bis zur erforderlichen Tiefe errichtet. Ein doppelt rotierendes Antriebssystem, das sich in entgegengesetzte Richtungen dreht, ermöglicht die gleichzeitige Bodenextraktion und Gehäuseinstallation. Das vordere Gehäuse und die Schnecke sind mit Schneidzähnen mit Wolframspitze ausgestattet, wodurch sich das System für die Errichtung von Pfählen in harten Böden eignet. Die anfallenden Pfähle werden von der Oberseite der Schnecke entfernt und über eine Rutsche, die als sicheres Arbeitssystem dient, auf den Boden gebracht. Der Pfahl wird dann mit der normalen CFA-Technik betoniert, bei der Beton kontrolliert unter Druck durch den Schneckenschaft gepumpt wird, während die Schnecke auf Bodenniveau zurückkehrt. Dies alles wird in der Bohrturmkabine per Computer überwacht (wobei der gleiche Detaillierungsgrad erfasst wird). (CFA-System) zur Aufrechterhaltung der Qualität. An diesem Punkt wird der Stahlbewehrungskorb in den Beton eingetaucht.

Während das Verfahren hinsichtlich Durchmesser und Tiefe Einschränkungen aufweist, liefert es im Allgemeinen ein sichereres Produkt hinsichtlich der vertikalen Toleranz und des optischen Erscheinungsbilds. Da es sich um ein ummanteltes und nahezu vibrationsfreies System handelt, verringert es das Risiko einer Belastung benachbarter Strukturen in bestimmten Böden wie Sand oder Kies, für die es besonders geeignet ist. Verrohrte CSP verfügen aufgrund ihrer Wirksamkeit beim Bohren durch Gestein über die Methodik, um als tragende Pfähle eingesetzt zu werden.

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