Projekte, die heute in Afrika stattfinden

5 December 2018

Ägyptens neue Hauptstadt

Die neue Hauptstadt Ägyptens, die noch keinen Namen hat, wurde im September 2018 fertiggestellt. Die Fertigstellung ist für ein Jahr vorgesehen, sobald die wichtigsten Einrichtungen fertiggestellt sind. Auch der Bau von Wohneinheiten in der neuen Stadt wurde bereits abgeschlossen.

Sie liegt nur 45 Kilometer östlich von Kairo. Die kleine Stadt hat nur 21 Wohnviertel und 25 Geschäftsviertel. Sie wird einen Erholungspark haben, der doppelt so groß sein wird wie der Central Park in New York City. Der Park wird aus 90 Quadratkilometern Solarenergiefarmen und einigen künstlichen Seen bestehen.

Zu den weiteren Besonderheiten der Stadt zählen 40,000 Hotelzimmer, ein Technologiepark, ein Themenpark (viermal so groß wie Disneyland), 4 Moscheen, 1,250 Bildungseinrichtungen, 2000 Krankenhäuser und Kliniken und ein internationaler Flughafen.

Die Verlegung der Ministerien, der ausländischen Botschaften, des Parlaments und des Präsidentenpalastes wird voraussichtlich zwischen 2020 und 2022 erfolgen und 45 Milliarden Dollar kosten.

Die Kosten des Vorhabens wurden noch nicht bekannt gegeben. Allerdings handelt es sich bei der Stadt um eines der bislang größten Bauprojekte Afrikas.

Lagos-Calabar-Eisenbahn

Ein weiteres großes Infrastrukturprojekt Afrikas ist die 1,400 Kilometer lange Lagos-Calabar-Eisenbahnstrecke, deren Bau 10 Milliarden Dollar kosten wird.

Dieses Projekt wurde ursprünglich an ein chinesisches Unternehmen vergeben und wird auch von Ameri Metro Inc. in den USA beobachtet, nachdem es den Chinesen nicht gelungen war, die für das Projekt benötigten Mittel aufzubringen.

Nach der Fertigstellung des Projekts wird die Lagos-Calabar-Eisenbahn die Städte Port Harcourt, UYO und Aba einbinden und so den Waren- und Dienstleistungsverkehr in diesen Regionen erleichtern.

Dangote-Ölraffinerie

Der reichste Mann Afrikas, Aliko Dangote, baut im Distrikt Ibeju Lekki am Stadtrand von Lagos, Nigeria, eine riesige Ölraffinerie zu einem Kostenaufwand zwischen 12 und 14 Milliarden Dollar.

Mit einer Kapazität von 650,000 Barrel Rohöl pro Tag wird sie nach Inbetriebnahme im Jahr 2022 eine der weltweit größten Ölraffinerien sein.

Die Raffinerie wird Benzin und Diesel in Euro-V-Qualität sowie Düsentreibstoff und Polypropylen produzieren. Außerdem werden voraussichtlich 9,500 direkte und 25,000 indirekte Arbeitsplätze geschaffen.

Obwohl Dangote einen Konsortialkredit in Höhe von 3.3 Milliarden US-Dollar aufnahm, werden etwa 60 Prozent der Ölraffinerie von Dangote aus eigenen Mitteln finanziert.

Konza Technology City (Kenia)

Die Stadt mit dem treffenden Namen Konza Technology City ist eines der größten Bauprojekte Afrikas. Dabei handelt es sich um eine Smart City, die im Osten des Landes entstehen soll. Die Stadt wird 14.5 Milliarden Dollar kosten, ist es den Medien zufolge aber unglaublich wert.

Auf der Website der Stadt heißt es: „Konza wird ein nachhaltiges Technologiezentrum von Weltrang und ein wichtiger Wirtschaftsmotor für Kenia sein.“

Dieses Projekt ist die Blaupause der Vision 2030 des Landes. Nach seiner Fertigstellung werden voraussichtlich 17,000 hochwertige Arbeitsplätze und 68,000 indirekte Arbeitsplätze geschaffen.

Wasserkraftwerk Mambila (Nigeria)

Ein weiteres Megabauprojekt, das derzeit in Afrika stattfindet, ist das Wasserkraftwerk Mambila, das 5.8 Milliarden Dollar kosten wird. Es handelt sich um ein 3,050-Megawatt-Kraftwerk im Bundesstaat Taraba, das von einem Konsortium chinesischer staatlicher Bauunternehmen errichtet wird. Das Projekt umfasst vier Dämme mit einer Höhe von etwa 50 bis 150 Metern und wird etwa sechs Jahre dauern.

Staudammprojekt Inga 3 (Demokratische Republik Kongo)

Dieses Projekt wird in der Demokratischen Republik Kongo stattfinden, ebenso wie ein 4,800 MW-Wasserkraftwerk an den Inga-Fällen am mächtigen Kongo-Fluss. Das Inga-3-Dammprojekt ist die erste Phase des Baus des Grand-Inga-Wasserkraftprojekts. Es liegt 225 km von Kinshasa und 150 km flussaufwärts der Mündung des Kongo in den Atlantik. Das Grand-Inga-Projekt war bereits in den 1950er Jahren geplant.

Hafen Bagamoyo (Tansania)

Tansania plant den Bau eines Hafens, der einer der größten Häfen in Ost- und Zentralafrika werden soll und rund 10 Milliarden Dollar kosten wird. China und Oman arbeiten beim Bau des Hafens zusammen. Außerdem sollen rund um Bagamoyo über 190 Industrieanlagen wie die Düngemittelverarbeitung entstehen, die von der Regierung Omans durchgeführt werden.


Informationen aus: www.cceonlinenews.com constructionreviewonline.com

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